Was GHK-Cu ist
GHK-Cu ist ein kurzes Peptid (ein Peptid ist eine kurze Kette aus Aminosäuren, den Molekülen, aus denen Proteine bestehen), das an ein Kupferatom gebunden ist. Das GHK-Peptid selbst wurde 1973 im menschlichen Blut entdeckt.
Das Peptid kommt natürlich im Körper vor, unter anderem im Blut und im Speichel. Sein Spiegel sinkt mit dem Alter – ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem sich Gewebe schlechter zu regenerieren beginnt. Forschende betrachten es daher als natürliches Signal zur Reparatur geschädigten Gewebes. An Kupfer gebunden, hilft es zudem, dieses Element in die Zellen zu transportieren.
Die Entdeckung und die Eigenschaften des Peptids sind hier beschrieben: regenerative und schützende Wirkung von GHK-Cu (PMC).
Wirkmechanismus (kurz)
In Studien verändert GHK-Cu, welche Gene in einer Zelle aktiv sind. Es verschiebt deren Aktivität in Richtung des Musters, das für jüngeres, gesünderes Gewebe typisch ist, unter anderem durch die Aktivierung von Genen, die für die Reparatur von Schäden in der Zelle zuständig sind. Beschrieben ist das hier: GHK und DNA-Reparaturgene (PMC).
Das Peptid unterstützt auch den Gewebeumbau: Es regt die Bildung von Kollagen und Elastin an (den Proteinen, die der Haut Festigkeit und Elastizität verleihen) und hilft zugleich, geschädigte Proteine abzubauen. Außerdem fördert es die Bildung neuer Blutgefäße.
Ein dritter Aspekt ist die entzündungshemmende Wirkung und der Schutz der Zellen vor Schäden. Eine Übersichtsarbeit behandelt das ausführlicher: Kupferpeptide und Hautregeneration (MDPI).
Was erforscht wird
Das am besten untersuchte Gebiet ist die Wundheilung und die Hautregeneration. Das Peptid wurde im Hinblick auf schnelleren Wundverschluss, ein verbessertes Narbenbild und die Anregung der Kollagenproduktion untersucht, ebenso auf Effekte bei Hautfeuchtigkeit und Elastizität. Das sind Forschungsergebnisse, keine zugelassenen Behandlungen.
Eine zweite Richtung ist das Nervensystem. Studien deuten darauf hin, dass GHK Gene beeinflussen könnte, die mit der Funktion von Nervenzellen und dem Gedächtnis in Verbindung stehen. Mehr dazu hier: GHK und das Nervensystem (PMC).
Das Peptid wird auch im Hinblick auf den Schutz von Gewebe vor Schäden untersucht. Alle diese Anwendungen befinden sich weiterhin im Stadium der Laborforschung. Eine Zusammenfassung enthält die oben zitierte Übersichtsarbeit: Übersicht der Forschung zu GHK-Cu (PMC).
Nur für Forschungszwecke (Research Use Only). Nicht zum Verzehr und nicht zur Anwendung bei Menschen oder Tieren bestimmt.
